Malta-Konkurrenz: Estland will Online-Glücksspiel-Zentrum werden

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Einer von ihnen ist laut der Karriereplattform Linkedin inzwischen Entwicklungschef bei Lionline. Eine gewisse Sara K. attestiert diesem Mitarbeiter auf Linkedin Kenntnisse im Online-Glücksspiel.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Im Zusammenhang mit United Remote taucht der Name von Bülent K. ebenfalls auf, die Webseite der Firma läuft auf ihn. Bülent K. möchte seine geschäftlichen Unternehmungen nicht kommentieren. Löwen Play ist da auskunftsfreudiger: Man habe von K. Sara K. wiederum arbeitet für Rabbit Entertainment, den Betreiber des Online-Kasinos Lapalingo. An einem Montag im Sommer empfängt cas casino bonusgeld ohne einzahlung sie in den Büroräumen der Firma auf Malta. Anscheinend ist Sara K.

Casino Live-Chat (Deutsch) Telefon (Österreich) E-Mail Antwortzeit Supportzeiten
LeoVegas Ja (schnell) Nein Innerhalb 24h 24/7
Videoslots Ja Nein Innerhalb 12h 24/7
Dunder Ja Nein Innerhalb 24h 08-24 Uhr MEZ
Casumo Ja Nein Innerhalb 24h 24/7

an dem Tag die einzige Mitarbeiterin.

Wie kam es zur Gesetzesänderung in Malta?

Software gekauft, teilt der Konzern schriftlich mit, darunter Spiele, die K. entwickelt hat und die Lapalingo jetzt anbietet. Offenbar hängen viele Akteure im Umfeld von Lapalingo also zusammen. Mindestens zwei Mitarbeiter, die für K. gearbeitet hatten, wechselten zu Lionline. Von hier aus soll sie sich um mindestens 300 000 Spielerkonten kümmern, die auf Lapalingo angemeldet sind. Viel braucht sie dafür nicht: einen Computer samt Drucker, einen Tisch und ein Sofa.

  • Beliebte Zahlungsoptionen: Skrill, Neteller, Kreditkarte, Banküberweisung
  • Mindest- und Höchsteinsätze für verschiedene Spielkategorien
  • VIP- und Treueprogramme für österreichische Stammspieler
  • Regulierung durch die Malta Gaming Authority (MGA) im Detail
  • Angebot von Jackpot-Spielen mit progressiven Gewinnen
  • Richtlinien für verantwortungsvolles Spielen und Selbstausschluss

Ob sie Bülent K. oder Löwen Play kenne?

4. Was das für Sie als Spieler bedeutet

Alle drei teilen sich anscheinend ein kleines Büro, und sie sind auch geschäftlich eng verknüpft: Rabbit Entertainment betreibt das Online-Kasino Lapalingo, United Remote stellt die Software bereit. All das nährt den Verdacht, dass die Firmen zusammengehören. Und tatsächlich: Hinter ihnen steckt derselbe Treuhänder. Der wirkliche Eigentümer des Offshore-Konstrukts bleibt wie üblich im Dunkeln, wofür es meist gute Gründe gibt. In der Branche geht es um hohe Eurobeträge, Geldwäsche ist ein Dauerthema.

Welche Lizenzanforderungen müssen erfüllt werden?

So etwas setzt man nur auf, wenn man etwas verschleiern will", sagt der Geldwäsche-Experte Andreas Frank. In den Paradise Papers zeigte sich, wie deutsche Banken systematisch gegen Glücksspielgesetze verstoßen. Jetzt interessieren sich auch Staatsanwälte für einige Fälle. Doch offenbar haben die Offshore-Anwälte unsauber gearbeitet. Denn bis vor kurzem fand sich an anderer Stelle ein Hinweis auf die wahren Eigentumsverhältnisse: In elektronischen Dokumenten der maltesischen Aufsicht gab United Remote bis vor wenigen Monaten die Webseite von Lionline als die ihrige an. Auf spätere schriftliche Anfragen reagiert K. nicht. Ihr Chef Philippe W. ist an diesem Nachmittag nirgends zu sehen. Er hat früher für die maltesische Glücksspielaufsicht gearbeitet und ist ein gefragter Mann: Laut maltesischem Handelsregister ist W. für mehr als 80 Firmen auf Malta tätig, viele davon in der Glücksspielbranche.

  • Vergleich von Willkommenspaketen für österreichische Spieler
  • Akzeptanz von E-Wallets wie PayPal, MuchBetter oder ecoPayz
  • Spiele mit hoher Volatilität für erfahrene Spieler
  • Bearbeitung von Beschwerden über den MGA-Beschwerdemechanismus
  • Einfluss von Währungsschwankungen auf Ein- und Auszahlungen
  • Social-Media-Präsenz und Community-Aspekte

Alleine sechs Firmen, bei denen Phillippe W.

Feature / Werkzeug Beschreibung Einstellbar im Konto MGA Vorschrift
Einzahlungslimits Tägliche, wöchentliche, monatliche Limits festlegen Ja, sofort wirksam Verpflichtend
Spielsperre (Timeout) Temporäre Sperre des Kontos (24h bis 6 Wochen) Ja, sofort wirksam Verpflichtend
Selbstausschluss Dauerhafte Sperre des Kontos (min. 6 Monate) Ja, irreversible Entscheidung Verpflichtend
Realitätscheck Regelmäßige Pop-ups mit Spielzeit und Verlust Ja, Intervall einstellbar Verpflichtend

als Geschäftsführer eingetragen ist, laufen auch auf die Adresse von Rabbit Entertainment. Sie alle gehören zu einem undurchschaubaren Firmenkonstrukt. Löwen Play will mit alldem nichts zu tun haben. Im Konzern scheint sich Malta allerdings als lukrativer Standort herumgesprochen zu haben: Der Geschäftsführer der Lionline Entertainment hat gemeinsam mit einem seiner Mitarbeiter erst im Februar zwei Firmen auf der Insel eröffnet. So richtig glücklich ist mit der Situation am österreichischen Glücksspielmarkt niemand. Obwohl es ein gesetzliches Monopol gibt, das derzeit die Casinos Austria AG (Casag) innehat, bedienen Kasinos ohne gültige Konzession wie Bwin und William Hill rund die Hälfte des Onlinemarktes. Das Monopol wird ausgehöhlt, während die anderen keine Chance auf eine Lizenz haben. Offiziell dürfen in Österreich ausschließlich Unternehmen der Casinos Austria Glücksspiel anbieten. De facto bespielen aber illegale Anbieter große Teile des Marktes Die Auswirkungen der Entscheidung sind nur teilweise deutlich. Sicherlich stärkt sie die Marktposition des einzigen unstrittig legalen Anbieters, der Österreichischen Lotterien, die online auch Roulette, Black Jack, Poker und andere Glücksspiele anbieten.

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Eine schriftliche Anfrage der SZ an die maltesische Behörde, was Lionline mit United Remote zu tun hat, blieb unbeantwortet. Kurz nach dieser Anfrage verschwand die Webseite von Lionline aber aus dem Register. Lapalingo hatte auf seiner Seite außerdem ganz offen damit geworben, eine "Schwestergesellschaft" der Lionline zu sein. Hat das deutsche Unternehmen Löwen Play also unter dem Deckmantel maltesischer Firmen etwas mit Online-Kasinos für den deutschen Markt zu tun? Man habe Lapalingo erfolgreich aufgefordert, den "unzutreffenden Zusatz" der Schwestergesellschaft zu löschen, heißt es schriftlich.

Hoher Datenschutz

Was Löwen Play aber bestätigt, sind geschäftliche Beziehungen zum Mannheimer Glücksspielunternehmer Bülent K. Dieser hat sowohl Kontakte zu Löwen Play als auch zu Lapalingo, er ist ein ausgewiesener Experte mit offenbar guten Verbindungen nach Malta. Zahlreiche Online-Kasinos benutzten Software der Firma KGR Entertainment, als deren Chef K. fungierte. Im Herbst 2014 trägt der Mannheimer Unternehmer auch die Markenrechte für das Online-Kasino Lapalingo auf Malta ein. Denn dort können österreichische Zocker etwaige Gewinne behalten. Dass die ausländischen Online-Casinos jetzt österreichweit nicht-lukrative Kunden verklagen, ist eher unwahrscheinlich.

Zahlungsmethode Verfügbarkeit Transaktionsdauer Einzahlung Transaktionsdauer Auszahlung Typische Gebühren
Banküberweisung Sehr Hoch 1-3 Bankarbeitstage 3-5 Bankarbeitstage Keine (vom Casino)
Skrill / Neteller Hoch Sofort 24 Stunden Evtl. E-Wallet Gebühr
Paysafecard Hoch Sofort Nicht möglich Keine
EPS (Österreich) Mittel Sofort Nicht möglich Keine
VISA / Mastercard Sehr Hoch Sofort 1-3 Bankarbeitstage Keine (vom Casino)

Schließlich wollen die Anbieter die Spieler bei Laune halten, damit sie wiederkommen und womöglich mehr Geld verlieren.

Auszeichnungen & Gütesiegel sind häufig irreführend

Teil dieser Geschichte sind auch ein Mannheimer Geschäftsmann mit Erfahrung in der Offshore-Welt und ein Online-Kasino namens Lapalingo mit Sitz in Gżira. Die Nutzer von Lapalingo loben die schnellen Auszahlungen und die große Auswahl an Spielen, einer schreibt auf Lapalingos Facebook-Seite: "Ich könnte Tag und Nacht zocken." Genau darin liegt eine Gefahr: Online-Kasinos sind durchgehend geöffnet, kaum ein Anbieter interessiert sich für den Spielerschutz, binnen kurzer Zeit lassen sich mehrere Tausend Euro verspielen. Die Regulierungsbehörde Malta Gaming Authority überwacht diese Angebote zwar, allerdings unzureichend. Lapalingo wirbt bei seinen Kunden mit "Qualität Made in Germany". Denn einige Spiele werden in Deutschland programmiert, es sind Spiele der Lionline Entertainment, einem Unternehmen von Löwen Play.

Perspektive Ausland Podcast: Malta – nur 5% Körperschaftsteuer. So funktioniert‘s

Von dort heißt es auf Anfrage, man beteilige sich nicht an illegalem Online-Glücksspiel und halte sich an geltendes Recht. Löwen Play teilt zudem mit, man verkaufe Spiele lediglich an Softwarelieferanten. Diese seien vertraglich angehalten, geltendes Recht zu achten. "Kasinos, die aus dem Ausland für den deutschen Markt anbieten, verstoßen klar gegen den Glücksspielstaatsvertrag", sagt Jan-Philipp Rock, Richter am Landgericht Hamburg und Vorstandsmitglied des Fachverbands Glücksspielsucht. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte jüngst das deutsche Verbot, es sei mit dem Europarecht vereinbar. Nicht wahrscheinlich aber auch nicht undenkbar ist, dass sich die maltesischen Casinos organisieren, um selbst weniger zurückgeben zu müssen: Wird ein Anbieter von einem Österreicher auf Rückzahlung dessen Verluste verklagt, könnten die anderen Anbieter prüfen, ob der Kläger bei ihnen Gewinne gemacht hat, und diese gegebenenfalls zurückfordern. Das könnte manche Spieler abschrecken, selbst zu klagen. Nicht alle Online-Casinos sind auf Dauer erfolgreich; wird ein Unternehmen zahlungsunfähig, ist das Management (respektive der Konkursverwalter) sogar verpflichtet, möglichst alle Forderungen einzutreiben. In solchen Fällen droht österreichischen Zockern schon eher die Rückzahlungspflicht, zurück bis 1994, plus Zinsen.

Kriterien bei der Bewertung von Malta Online Casinos

"Wenn ich auf den deutschen Markt zugeschnittene Spiele ins Ausland liefere, dann muss ich damit rechnen, dass sie wieder auf dem deutschen Markt angeboten werden", so Rock. Löwen Play streitet ab, geschäftliche Beziehungen zu Lapalingo zu unterhalten. Eine Mail aus dem Jahr 2016 lässt einen anderen Schluss zu. Der Ombudsmann eines Online-Glücksspielforums wollte von Lapalingo wissen, wer der Betreiber des Casinos sei. In der Vergangenheit hätten sich mehrere Spieler bei ihm über Probleme mit der Auszahlung beschwert.

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Die Antwort des Lapalingo-Managements legt nahe, dass Löwen Plays Tochterfirma Lionline offenbar mehr ist als ein reiner Software-Lieferant: In der Mail heißt es, Lionline arbeite mit einem maltesischen Geschäftspartner zusammen, um Online-Kasinos anzubieten. Die Muttergesellschaft Löwen Play weist diese Aussage nun zurück. Das Firmengeflecht hinter Lapalingo enthält weitere Ungereimtheiten. Der offizielle Eigentümer des Kasinos residiert in einem unscheinbaren Reihenhaus am Hafen von Gżira. Auf den Briefkasten hat jemand einen Zettel geklebt, wonach gleich drei Firmen diese Adresse nutzen: neben einer Rabbit Entertainment auch eine Rabbit Bettertainment und eine United Remote. Sogar bereits liquidierte Anbieter könnten wiederbelebt werden, um Geld aus Österreich zu holen und zu kurz gekommenen Konkursgläubigern nachträglich etwas zukommen zu lassen. Umstritten ist, ob die Weigerung Österreichs (und Deutschlands), maltesische Glücksspiellizenzen anzuerkennen, zulässig ist. Die EU-Verträge garantieren in Artikel 56 AEUV nämlich die Dienstleistungsfreiheit; Unternehmen sollen ihre Dienstleistungen grenzüberschreitend anbieten können, ohne in jedem Land unterschiedliche Zulassungshürden überwinden zu müssen.

  • Bedeutung der "Whitelist" für österreichische Spieler
  • Maximale Gewinnlimits pro Spin oder Spielrunde
  • Anmeldeprozess und notwendige persönliche Daten
  • Verfügbarkeit von Demoversionen (Fun-Modus) der Spiele
  • Regelmäßige Updates des Spielportfolios
  • Datenschutzrichtlinien gemäß GDPR/DSGVO

Die EU-Kommission hat trotz Beschwerden Betroffener bisher nichts unternommen. Also hat voriges Jahr ein maltesisches Gericht den Europäischen Gerichtshof (EuGH) angerufen, um zu klären, ob das deutsche Online-Glücksspielverbot gegen die Dienstleistungsfreiheit verstößt (Az. Manche Anbieter befolgen die österreichischen Urteile, andere nicht. Seit 2023 ist es besonders schwierig, sie zwangsweise in Malta durchzusetzen. Seither sieht das Land in seinem Glücksspielrecht nämlich vor, dass solche ausländischen Urteile gegen in Malta legale Anbieter nicht anzuerkennen und nicht zu exekutieren sind. Strittig ist, ob diese Bestimmung gegen EU-Recht verstößt, das grundsätzlich gegenseitige Anerkennung von Gerichtsurteilen vorsieht. Die Rechtslage in Deutschland unterscheidet sich von jener in Österreich in mehreren relevanten Punkten. Gleich ist beiden Ländern, dass sie nie einen Widerspruch zwischen ihrer Glücksspielregulierung und der EU-rechtlichen Dienstleistungsfreiheit anerkannt haben oder anerkennen mussten.